Donnerstag, 15. August 2024

Brombeeren: viele Vitamine, wenig Kalorien

Bonn. (bzfe / ufop) Reife Brombeeren sind eine Delikatesse. Die weichen, blauschwarz-glänzenden Früchte überzeugen mit ihrem süßsäuerlichen Aroma und warten dazu noch mit einem hohen Gehalt an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen auf. Besonders Carotinoide sind in so großen Mengen enthalten, dass die Brombeere an der Spitze der Provitamin A-Lieferanten bei den Beerenfrüchten steht, schreibt das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) aus Bonn.

Botanisch handelt es sich bei der Brombeere – Rubus sectio Rubus – um eine sogenannte Sammelsteinfrucht, bei der viele kleine Steinfrüchte auf einem zapfenförmigen Fruchtboden sitzen. Jede der einzelnen Beeren enthält einen harten Samen, der wie bei einer Kirsche in das saftige Fruchtfleisch eingebettet ist von einer dünnen Außenhaut umhüllt wird. Der Fruchtboden löst sich auch bei der Reife nicht von der Frucht – anders als zum Beispiel bei der Himbeere. Die saftigen Früchte der Kultursorten sind etwa zwei bis drei Zentimeter groß und rund bis walzenförmig. Bei den wild wachsenden Brombeersträuchern werden die Früchte nicht ganz so groß.

Das Aroma reifer Brombeeren ist unvergleichlich. Der süßsäuerliche Geschmack der saftigen Früchte ist besonders auf die enthaltenen Fruchtsäuren und den relativ hohen Zuckergehalt zurückzuführen. Unter den Beerenfrüchten haben Brombeeren den höchsten Provitamin A-Gehalt. Provitamin A wird im Körper in Vitamin A umgewandelt, das unter anderem wichtig für die Augen ist. Nennenswert sind darüber hinaus auch die Gehalte an Vitamin C und Vitamin E, die beide am Zellschutz beteiligt sind, sowie die Vitamine aus der B-Gruppe, die für Stoffwechselprozesse unentbehrlich sind. Reichlich Mineral- und Ballaststoffe sowie ein breites Spektrum an Phenolsäuren und Flavonoiden – denen antibakterielle und antikanzerogene Wirkungen nachgesagt werden – ergänzen das Potpourri der gesunden Inhaltsstoffe.

Die kalorienarmen Früchtchen haben gerade einmal 36 Kilokalorien je 100 Gramm und eignen sich sehr gut als frisches Naschobst. Sie lassen sich aber auch äußerst vielseitig in der Küche verwenden. Brombeeren bereichern jedes Dessert, zum Beispiel Eis-, Jogurt- oder Quarkspeisen, überzeugen als Tortenbelag oder als Beigabe zum Rumtopf. Auch Konfitüren, Gelees, Fruchtsoßen oder Kompotts lassen sich aus oder mit Brombeeren herstellen. Wer mag, kann sie zudem zu Saft, Sirup, Wein, Likör oder Obstgeist verarbeiten. Zum Einfrieren sind sie ebenfalls geeignet.

Arme Ritter mit gebratenen Honig-Brombeeren

Eine besonders schöne und nicht nur bei WebBaecker-Lesern sehr populäre Idee kommt von der ufop, Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen aus Berlin. Die hat ein Rezept für «Arme Ritter mit gebratenen Honig-Brombeeren» entwickelt, das Bäcker-Gastronomen getrost auf die saisonale Karte setzen können. Ihre Gäste werden es ihnen vermutlich danken.


Zutaten

Arme Ritter
1 TL Zimtpulver
30 g Zucker
200 ml Vollmilch
100 ml Sahne
1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker oder 1 TL Vanillepulver
4 altbackene Rosinenbrötchen, Milchbrötchen, Weißbrotscheiben oder ähnlich
4 Eier
5 EL Rapsöl oder Rapsöl mit Butteraroma

Brombeeren
1 Zweig Rosmarin
375 g Brombeeren
1 EL Rapsöl
25 g Honig


Zubereitung

Arme Ritter: Zimt und Zucker mischen. Milch, Sahne und Vanillezucker verrühren und die Brötchen darin 15 Minuten einweichen. Eier verschlagen. Eingeweichte Brötchen leicht ausdrücken und in den verschlagenen Eiern wenden, dann in einer großen Pfanne in Butter beidseitig goldbraun braten. Anschließend herausnehmen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Brombeeren: Rosmarin abbrausen, abtrocknen, von den Stielen streifen und fein schneiden. Brombeeren verlesen. Rapsöl in einer Pfanne erhitzen, Brombeeren hineingeben und unter Rühren braten, dann mit Honig glasieren und den Rosmarin unterheben. Die Armen Ritter mit Zimtzucker und den Honig-Brombeeren servieren.
 


Rezept zum Herunterladen:
Als JPG-Datei verfügbar – siehe
20160603-UFOP-ARME-RITTER.JPG (Foto: ufop).